Ergebnisse einer Umfrage zu Nahrungsergänzungsmitteln

Das Bundesamt für Risikobewertung hat Menschen gefragt, wie sie Nahrungsergänzungsmittel nutzen. Viele nehmen solche Produkte regelmäßig. Viele verwechseln sie mit Arzneien. Beiträge in sozialen Medien spielen dabei eine große Rolle.

Worum ging es in der Umfrage?

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hat eine Online-Umfrage durchgeführt, um zu erfahren, wie verbreitet Nahrungsergänzungsmittel sind, wie Menschen ihren Nutzen und ihre Risiken einschätzen und welche Rolle Informationsquellen wie soziale Medien dabei spielen. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Nahrungsergänzungsmittel sind weit verbreitet, werden oft positiv bewertet und werden von vielen als etwas zwischen Lebens- und Arzneimittel wahrgenommen.

Wie viele Menschen nehmen Nahrungsergänzungsmittel?

Ein sehr großer Teil der Befragten gab an, im letzten Jahr Nahrungsergänzungsmittel genutzt zu haben. Besonders häufig genannt wurden Magnesium, Vitamin D und Vitamin B12. Rund ein Drittel der Befragten nimmt Nahrungsergänzungsmittel sogar täglich. Als wichtigste Gründe nannten sie, ihre Nährstoffversorgung zu sichern und Krankheiten vorzubeugen.

Wie werden Nahrungsergänzungsmittel eingeschätzt?

Viele Befragte wussten nicht genau, wie Nahrungsergänzungsmittel rechtlich eingeordnet sind. Mehr als die Hälfte hielt sie fälschlicherweise für freiverkäufliche Arzneimittel. Nur ein kleinerer Teil ordnete sie korrekt als Lebensmittel ein. Fast die Hälfte meinte zudem, Nahrungsergänzungsmittel würden vor dem Verkauf auf Unbedenklichkeit geprüft. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Grenzen zwischen Lebensmitteln und Arzneimitteln im Alltag oft verschwimmen.

Welche Rolle spielen soziale Medien?

Knapp die Hälfte der Befragten informierte sich über soziale Medien wie Instagram, YouTube oder Facebook. Diese Gruppe nutzte Nahrungsergänzungsmittel häufiger und probierte mehr verschiedene Produkte, zum Beispiel Proteine, Omega-3-Fettsäuren oder Eisen. Sie bewertete Nahrungsergänzungsmittel insgesamt positiver, was auch daran liegen kann, dass Inhalte in sozialen Medien oft die Vorteile betonen.

Wie gut fühlen sich die Menschen informiert?

Viele Befragte fühlten sich gut darüber informiert, welche Nahrungsergänzungsmittel empfohlen werden und wofür sie nützlich sein könnten. Deutlich geringer war jedoch das Wissen über mögliche Risiken, Nebenwirkungen und die rechtlichen Regelungen. Diese Lücke kann dazu führen, dass Produkte überschätzt oder unpassend eingesetzt werden

Was bedeuten die Ergebnisse für den Alltag?

Die Ergebnisse sprechen dafür, Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln ausgewogener und leichter verständlich aufzubereiten. Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren von klaren Hinweisen, wann ein Präparat sinnvoll ist, welche Dosierungen gelten und welche Risiken bei falscher Anwendung entstehen können. Ärztlicher oder ernährungsfachlicher Rat ist besonders wichtig, wenn Krankheiten vorliegen, Medikamente eingenommen werden oder höher dosierte Präparate geplant sind.

Wichtiger Hinweis zu den Aussagen der Umfrage

Die Umfrage zeigt Zusammenhänge, aber sie beweist keine Ursachen. Die Angaben basieren auf Selbstauskünften. Das bedeutet zum Beispiel: Wer sich häufig in sozialen Medien über Nahrungsergänzungsmittel informiert, nimmt zwar öfter Produkte; daraus folgt aber nicht automatisch, dass soziale Medien der alleinige Auslöser dafür sind.

Fazit: Mehr Klarheit zu Nutzen, Risiken und Regeln

Nahrungsergänzungsmittel sind in der Bevölkerung sehr verbreitet und werden überwiegend positiv bewertet. Gleichzeitig gibt es Unsicherheiten zur rechtlichen Einordnung und zu möglichen Risiken. Die Ergebnisse der BfR-Umfrage zeigen, wie wichtig eine verständliche, evidenzbasierte Aufklärung ist, die Vorteile, Grenzen und Sicherheitsaspekte gleichermaßen darstellt. Für verlässliche Informationen lohnt sich ein Blick auf die Seiten des Bundesamts für Risikobewertung.

Quelle: Bundesamt für Risikobewertung (BfR), Ergebnisse einer Online-Umfrage zu Nutzung, Einstellung und Informationsquellen rund um Nahrungsergänzungsmittel. Weitere Infos vom Bundesamt für Risikobewertung.

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